FW Stahlmantelrohr

„Das Rohr mit der roten Kappe.“

„Nach unbestätigter Überlieferung soll 1906 ein Franzose zwei Stahlrohre ineinandergesteckt haben – das Stahlmantelrohrsystem war geboren.“

Zitat des FW-Firmengründers Volkwart Harders

FW-Stahlmantelrohre (SMR) sind ein seit über 50 Jahren etabliertes Rohrsystem für den Transport thermisch anspruchsvoller Medien. Sie decken einen Temperaturbereich von -196 °C bis +400 °C ab und eignen sich damit für kryogene ebenso wie für hochtemperierte Anwendungen.

SMR werden primär in Fernwärmesystemen eingesetzt, insbesondere bei hohen Betriebstemperaturen und erhöhten Anforderungen an mechanische Stabilität und Lebensdauer. Darüber hinaus kommen sie überall dort zum Einsatz, wo Medien sicher und kontrolliert geführt werden müssen.

Ein wesentlicher Anwendungsbereich ist der Einsatz als Sicherheitsrohr für umweltgefährdende Stoffe. Durch die doppelwandige Ausführung kann im Leckagefall eine kontrollierte Ableitung und Überwachung erfolgen. Ebenso werden SMR-Systeme im LNG-Bereich eingesetzt, beispielsweise in kryogenen Rohrleitungssystemen auf Schiffen.

Typische Einsatzbereiche:
  • Fernwärme- und Hochtemperaturnetze
  • Transport kryogener Medien (z.B. LNG)
  • Sicherheitsrohrsysteme für kritische Medien
  • Industrielle Prozessleitungen mit erweiterten Temperaturanforderungen

FW-Stahlmantelrohre verbinden hohe thermische Belastbarkeit mit mechanischer Robustheit und ermöglichen den sicheren Betrieb auch unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen.

Stahlmantelrohrleitungen sind erd- oder freiverlegt auch unter sehr anspruchsvollen Bedingungen einsetzbar. Als Freileitung bieten sie einen hohen Schutz gegen Beschädigung und Vandalismus und bieten den Vorteil großer Stützweiten mit dem Mantelrohr als tragendem Element für selbsttragende Rohrbrücken.

Im erdverlegten Bereich eignen sie sich besonders für die Verlegung von langen Strecken im Horizontalspülbohrverfahren (HDD) z.B. zur Flussunterquerung.

Die temperaturbedingte Längenänderung des Mediumrohrs wird vorzugsweise natürlich in den Bögen der Trasse kompensiert. Bei Bedarf kommen aber auch thermische und mechanische Vorspannung, sowie Innenrohrkompensatoren oder Kompensationsschächte zum Einsatz.

  • Die projektbezogene Auslegung der FW-Stahlmantelrohre ermöglicht die Anpassung an die Kundenanforderungen:
    • Flexibel einsetzbar für viele Medien dank Werkstoffauswahl des Innenrohrs
    • Erd- oder freiverlegt ausführbar
    • Mantelrohrbeschichtung mit PE, PP oder Farbbeschichtung
    • Mit kathodischem Korrosionsschutz (KKS) ausführbar
  • Die statische Berechnung und Detailauslegung erfolgt durch FW.
  • Der hohe Vorfertigungsgrad ermöglicht eine einfache Montage auf der Baustelle. Sämtliche Formstücke und Sonderbauteile werden bereits werksseitig in
    den 12 bis 18 m langen Baueinheiten verbaut.

Das FW-Stahlmantelrohr besteht aus einem Mediumrohr, das konzentrisch in einem Mantelrohr geführt wird und axial beweglich gelagert ist. Die konzentrische Lage wird durch unterschiedliche, projektabhängig ausgelegte Lagersysteme sichergestellt.

Das Mediumrohr wird in der Regel mit einer Wärmeisolierung aus kunstharzgebundenen Gesteinswollschalen ausgeführt, in speziellen Anwendungen auch mit Aerogelisolierung.

Im Ringraum zwischen Mediumrohr und Mantelrohr befindet sich ein Vakuum. Dieses reduziert die Wärmeverluste und schützt durch den Entzug von Sauerstoff zusätzlich vor Korrosion.